
Das Unternehmen Fatra, ein bedeutender weltweiter Kunststoffverarbeiter (PVC, PE und PET) mit Sitz in Napajedla, nahm eine neue, vollautomatisierte Produktions- und Verpackungslinie in Betrieb, die für die Verarbeitung und Verpackung von LVT-Bodenbelägen bestimmt ist. Ein zentraler Bestandteil der Linie ist das automatische Verschließen von Kartonschachteln mittels Schmelzklebstoffauftrag, geliefert und integriert vom Unternehmen KALETECH unter Einsatz der Robatech-Technologie.
Ziel des Projekts war es, eine Reihe manueller und diskontinuierlicher Vorgänge durch einen einzigen durchgängigen Prozess zu ersetzen, die Produktivität zu steigern, eine hundertprozentige Zuverlässigkeit des Klebens sicherzustellen und den Betrieb langfristig zu stabilisieren.
Lösungsentwurf und Einbindung von KALETECH
Nach einer Marktrecherche wurde Deprox als Hauptintegrator der gesamten Linie ausgewählt, der das Unternehmen KALETECH als Spezialisten für Technologien des industriellen Klebens zur Zusammenarbeit hinzuzog. Fatra hatte mit dem Unternehmen KALETECH bereits in der Vergangenheit Erfahrungen gesammelt, diesmal handelte es sich jedoch um ein Projekt mit deutlich höheren Anforderungen an Leistung und Zuverlässigkeit.
„Bei einer so komplexen und schnellen Linie brauchten wir einen Partner, der nicht nur das Kleben, sondern auch den realen Betrieb einer Fertigungslinie versteht. In dieser Hinsicht erfüllte KALETECH genau das, was wir erwartet hatten," bewertet Martin Čech, R&D Project Manager bei Fatra, die Zusammenarbeit.
Bestandteil des Lösungsentwurfs war auch die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen KALEP, das den Schmelzklebstoff für das Projekt lieferte. Die Wahl des geeigneten Klebstoffs war angesichts des hohen Takts der Linie, der Anforderung an eine sofortige Festigkeit der Verbindung und der langfristigen Betriebsstabilität entscheidend. Der gewählte APAO-Schmelzklebstoff Kalep Perform 100 ermöglichte ein zuverlässiges Kleben von Kartonverpackungen bei niedrigem Verbrauch und ohne negativen Einfluss auf den Komfort der Bediener.

Technologische Klebelösung
An der Linie werden LVT-Bodenelemente in Kartonschachteln aus Wellpappe verpackt. Das Verschließen der Schachteln erfolgt durch Schmelzkleben in Form eines Raupenauftrags.
Eingesetzte Technologie:
- Schmelzgerät Robatech Vision S,
- beheizte Schläuche Performa,
- drei Auftragsköpfe SX 1S,
- Granulatbehälter mit pneumatischer Förderung,
- APAO-Schmelzklebstoff Kalep Perform 100.
Der Klebstoff zeichnet sich durch hohe thermische Stabilität, niedrigen Verbrauch und Geruchsfreiheit aus, was sowohl aus betrieblicher als auch aus ergonomischer Sicht wichtig ist.
Anforderungen an Betrieb und Zuverlässigkeit
Die Leistung der Linie ist sehr hoch und die Klebetechnologie darf sie in keiner Weise einschränken. Zugleich musste sichergestellt werden, dass das System ohne Eingriffe der Bediener funktioniert.
„Sobald wir die Parameter richtig eingestellt hatten, läuft das System. Die Bediener kümmern sich im Grunde nicht um das Kleben, was genau unser Ziel war," bestätigt Marek Novák, Technologe für Bodenbeläge bei Fatra.
Neben den technischen Parametern spielten auch die Wirtschaftlichkeit und die Ökologie des Betriebs eine Rolle. Das Schmelzkleben erwies sich als deutlich sparsamere Lösung als die ursprünglichen Klebebänder.
Integration in die Produktion und technische Herausforderungen
Während des Entwurfs und der Umsetzung mussten mehrere spezifische Herausforderungen gelöst werden, unter anderem:
- der überdurchschnittliche Abstand des Granulatbehälters vom Schmelzgerät,
- die richtige Positionierung der Auftragsköpfe,
- Vibrationen bei hohen Geschwindigkeiten, die die Präzision einiger Vorgänge beeinträchtigten.
Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Fatra, Deprox und dem Unternehmen KALETECH konnten alle diese Aspekte konstruktiv und technologisch gelöst werden. Eine wichtige Rolle spielte auch die lokale Verfügbarkeit aller Partner, die schnelle persönliche Eingriffe und Abstimmungen ermöglichte.

Inbetriebnahme und Ergebnisse
Die Technologie wurde planmäßig in Betrieb genommen und die Produktion lief ohne wesentliche Komplikationen an. Zum Lieferumfang gehörte auch die Schulung der Bediener, nach der Fatra die reguläre Wartung selbst übernahm.
„Aus Sicht der Klebetechnologie kümmern wir uns heute nur noch um das Nachfüllen des Granulats. Die Zuverlässigkeit ist hundertprozentig und entspricht den Ergebnissen der Garantietests," fasst Marek Novák den aktuellen Stand zusammen.
Ergebnisse des Projekts
Die neue Verpackungslinie brachte dem Unternehmen Fatra eine Reihe konkreter Vorteile:
- vollautomatisiertes und stabiles Verpacken,
- deutliche Reduzierung des Bedarfs an manueller Arbeit (Einsparung von ca. 16 Mitarbeitern in der Vorgangskette),
- hundertprozentige Zuverlässigkeit des Klebens,
- höhere Sicherheit und Ergonomie des Arbeitsplatzes,
- niedrigere Betriebskosten im Vergleich zum Kleben mit Band,
- reibungsloser Betrieb ohne ungeplante Eingriffe.
Die Linie ist heute bereits längere Zeit in Betrieb und die Ergebnisse bestätigen sowohl die Erwartungen als auch die Daten aus den Garantietests.

Langfristige Zusammenarbeit und weitere Entwicklung
Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen KALETECH wird auch nach der Inbetriebnahme der Linie fortgesetzt. Regelmäßig werden weitere Optimierungsmöglichkeiten erörtert, zum Beispiel das Testen neuer Schmelzklebstoffe mit niedrigerer Betriebstemperatur.
„Wir schätzen, dass KALETECH das Projekt nicht nach dem Motto ‚geliefert – erledigt' angeht, sondern aktiv mit Vorschlägen für weitere Verbesserungen kommt," schließt Martin Čech.
Fazit
Die Fallstudie des Unternehmens Fatra bestätigt, dass eine richtig ausgelegte Schmelzklebetechnologie ein Schlüsselelement moderner automatisierter Linien ist. Dank der engen Zusammenarbeit von Fatra, Deprox und dem Unternehmen KALETECH entstand eine Lösung, die hohe Leistung, Betriebssicherheit und langfristige Nachhaltigkeit vereint.
Marketing manager


