Modernste Isoliertechnik und die richtige zeitliche Steuerung der Klebstoffverteilung steigern die Energieeffizienz deutlich.
Dank moderner Klebstoffauftragstechnologie spart der Hersteller 48 % elektrische Energie.

Das Unternehmen JTI Switzerland produziert in seinem Werk in Dagmersellen täglich 47 Millionen Zigaretten für Marken wie Camel und Winston. An sechs Verpackungslinien werden im Zweischichtbetrieb jeweils 50 Zigarettenstangen in einen Transportkarton verpackt. Als der Hersteller von Klebstoffauftragstechnologie Robatech es erstmals mit der Möglichkeit einer Senkung des Energieverbrauchs um 30 % ansprach, war man mit der Entscheidung über eine Implementierung zurückhaltend. "Aus rein physikalischer Sicht werden zum Schmelzen von 1 kg Klebstoffgranulat etwa 0,1 kWh benötigt," erklärt Adrian Vonesch, Leiter Wartung und Service bei JTI. "Es ist immer dieselbe Energiemenge. Die Einsparungen müssen also aus der Konstruktion des Schmelzgeräts, des beheizten Schlauchs und des Auftragskopfs resultieren." Das Wartungsteam von JTI beschloss, einen Betriebstest durchzuführen, der auch von der Unternehmensleitung unterstützt wurde.

Adrian Vonesch, Leiter Wartung und Service bei JTI

Die Ausgangsbedingungen wurden im Februar 2022 definiert und an der Testlinie wurde ein separater Stromzähler installiert. 14 Tage lang zeichneten die JTI-Mitarbeiter den aktuellen Klebstoff- und Energieverbrauch des bestehenden Auftragssystems in der horizontalen Kartoniermaschine auf. Anschließend nutzte Robatech ein eintägiges Wartungsfenster und installierte kostenlos das Testsystem: ein Schmelzgerät Vision S, zwei beheizte Schläuche Performa und zwei Auftragsköpfe AX Diamond. Das neue Auftragssystem wurde noch am selben Tag in Betrieb genommen. Es folgten weitere 14 Tage Messung. Martin Berli von Robatech erinnert sich: "Das alte System blieb parallel im Standby-Modus installiert. Das war für JTI eine Art Absicherung. Ich wusste jedoch, dass das Risiko eines Produktionsausfalls gering ist. Unsere Klebstoffauftragssysteme sind zuverlässig und laufen problemlos."

Zigarettenstangen verpackt zu je 50 Stück

48 % WENIGER ELEKTRISCHE ENERGIE BEIM KLEBSTOFFAUFTRAG

Nach dem Testbetrieb wurden die Messungen ausgewertet. "Wir hatten eine Energieeinsparung von 33 % erwartet, weil wir wissen, dass Robatech vorsichtig mit Zahlen umgeht," fasst Adrian Vonesch von JTI zusammen. "Die Tatsache, dass wir am Ende des Tests einen um 48 % niedrigeren Energieverbrauch im Vergleich zum System eines anderen Herstellers messen, hat alle überrascht." Es ist offensichtlich, dass die neuen Systeme Vision und Performa dem industriellen Klebstoffauftrag eine höhere Energieeffizienz bringen. "Mit neuen Isoliertechniken ist es unserem Entwicklungsteam gelungen, die Wärmeabstrahlung des Schmelzgeräts und des beheizten Schlauchs deutlich zu reduzieren," sagt Martin Berli. "Die Performa ist an der Außenseite nicht heiß anzufassen wie andere Schläuche. Außerdem ist die Performa an den Anschlussstellen vollständig isoliert, und die Schlauchlänge passen wir optimal an die Produktion an. Auf diese Weise reduzieren wir unnötige Wärmeverluste."

Schmelzgerät Vision, das dem Unternehmen Einsparungen brachte.

24 % NIEDRIGERER KLEBSTOFFVERBRAUCH

Martin Berli gibt außerdem an, dass seit dem Betriebstest zum Verkleben der Kartons an der ehemaligen Testlinie 24 % weniger Schmelzklebstoff benötigt wird. "Es ist einfach eine Frage der optimalen Einstellparameter. Unser Serviceteam kennt sie und kann sie für jedes Klebstoffauftragssystem einstellen."

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Ing. Jan Kaše
Ing. Jan Kaše

Marketing manager

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